Schrille Nacht! Eilige Nacht!

Schrille Nacht! Eilige Nacht!

Keiner schläft, alles wacht.

 

Kalte, dunkle Jahreszeit. Die machen wir uns schön.

Wir feiern gern ein Lichterfest und alle machen mit.

Man hat ja sonst nichts zu tun.

Und schon ist die Liste voll mit 1000 Weihnachtssachen.

Lichterketten, Plätzchen backen, Atmosphäre schaffen.

  

Geschenke für die Lieben und die, die was erwarten.

Zumindest die obligatorischen Weihnachtskarten.

Bücherladen vor Ort oder schneller Klick auf Amazon Crime?

Sich rüsten für Weihnachten. Nur Keinen enttäuschen.

Bloß gut vorbereitet sein.

 

Weihnachten. Leise rieselt das Geld.

Weihen und achten.

Wem ist diese Nacht eigentlich geweiht?

Alle Jahre wieder verkleben die selben Lieder viele Ohren, viele Herzen,

blenden, blingbling oder flackernde Kerzen,

den Blick auf Jesus.

Kind in der der Krippe.

 

Mancher Kitsch nimmt Göttlichkeit auf die Schippe.

Verniedlicht, märchenhaft, menschlich gedacht

und auf Stimmung gemacht.

 

Stille Nacht?

Heilige Nacht?

Und grade hab ich so gedacht,

was wenn es das Christkind wirklich gäbe?

Was wenn die kleinste Figur im Krippenspiel

in unsern vier Wänden lebendig würde.

 

Ich glaube, dann wär Schluss mit schrillen und eilen.

 

Staunend. Sprachlos. Sogar vergessen auf whatsapp zu teilen.

Und selbst die dunkelste, einsamste, ja bitterste Nacht wird

Stille Nacht.

Heilige Nacht.

 

 

Frieden ist geboren.