Mir reichts ich geh schaukeln

Mir reichts.

Ich geh schaukeln.

 

Setz mich auf breites

warmes Gummi,

meine Hände umgreifen die kühlen Ketten.

Schubs und los.

Alltag ade ich geh.

 

Vor und zurück.

Vor und zurück.

 Whäääk. Whääääk.

Manchmal tuts in den Ohren weh.

Das Leben läuft ja auch nicht immer wie geschmiert.

Von wegen alles in Butter.

Vor und zurück.

Höher.

 

Es kribbelt im Bauch, ungefähr so wie vor dem Auftritt.

Etwas bodenlos und hummelig.

Lasse die Füße über den staubigen Boden streifen und sorge für Wirbel.

Berührung mit meiner Schattenseite.

Vor und zurück.

Immer über die Mitte.

Weiter vor und weiter zurück.

Lebenspendel.

Dabei immer über die Mitte,

um die Bodennähe zu spüren.

 

Ich heb nicht ab,

mir fehlen ja auch die Flügel.

Nur mal kurz fühlen, wie fliegen ist,

weil das so schön kribbelt im Bauch.

Letzter Schwung

meine Hände lösen sich von den Ketten.

Ich fliege in echt,

mein Schatten kommt nicht hinterher.

 

Wumms, Staub, stolpern, stehen.

Mit beiden Beinen zurück im Leben.

Bin wieder da.